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In den Fängen von Sekten

Redakteurin: Sekten, Satanskulte, Okkultismus, Schwarze Magie und Parapsychologie haben nicht nur in Deutschland Hochkonjunktur. Weltweit schwimmen jetzt immer mehr Menschen, vor allem sehr junge Leute, auf der okkulten Welle. Wonach suchen sie, warum wollen so viele Menschen in den Sekten leben, ist unser Gesprächsthema.

Anne W.: Sie werden es vielleicht nicht verstehen, aber wir suchen nach Alternativen zu einem langweiligen oder unerträglichen Alltag.

Katrin B.: Ja, aber statt der erhofften "Erlösung" verliert ihr eure Persönlichkeit.

Anne W.: Und was hat uns das Leben anzubieten? Keine Lehrstelle, keinen Job, kein Geld, keine Anerkennung.

Frau Dr. Wüttke: Ja, gerade jetzt, in den 90er Jahren, haben die Sekten wieder einen enormen Zulauf. Das liegt an der Perspektivlosigkeit der Jugendlichen. Deshalb hört man gerne jemandem zu, der die Welt und ihre Funktion erklären kann.

Anne W.: Unser Guru sagt, was anders gemacht werden muü.

Katrin B.: Und gefällt dir so etwas? Kannst du nicht alleine denken?

Anne W.: Du irrst dich. Unser Leben ist einfach besser. Meine Gruppe ist mein Familienersatz. Ich tue alles, was sie von mir verlangen. Es gibt hier keine Hektik, kein böses Wort. Alles ist so friedlich. Endlich kann ich mich mal wieder ganz entspannen.

Frau Dr. Wüttke: Ja, genau das haben sie beabsichtigt. Das Typische an einer Sekte ist die totale Hingabe an den jeweiligen Guru. Und darin liegt die Gefahr. Aus dem ehemals selbständig denkenden Menschen wird eine Maschine, ein Roboter, der nur noch die Befehle des "Meisters" befolgt, der absoluten Gehorsam verlangt. Das kann bis zum Selbstmord führen...

Anne W.: Ich würde sagen, Sie übertreiben...

Katrin B.: Frau Doktor hat recht. Meine Freundin geriet auch in die Fänge einer Sekte. Aber aus den Fängen von Sekten wieder herauszukommen, war nicht so einfach. Es gelingt nur wenigen. Die Eltern von meiner Freundin taten alles Mögliche, um ihrem Kind zu helfen.

Redakteurin: Aber was können Eltern tun, wenn sie erkennen, daü ihr Kind in Gefahr ist? Wo finden sie Rat und Hilfe, wie verhält man sich gegenüber dem Kind?

Frau Dr. Wüttke: Wichtigster Grundsatz für Eltern, deren Kind entweder gefährdet oder bereits Mitglied einer Sekte ist: das Gefühl vermitteln, daü das Kind ein Zuhause hat, in dem es jederzeit willkommen ist.

Der Sektenbeauftragte Pfarrer Thomas Mück: Vor allem müssen sie Kontakt mit Fach- leuten aufnehmen. Es gibt zahlreiche Sektenbeauftragte der Evangelischen Kirche, die weiterhelfen.

Redakteurin: Ich habe gehört, Sektenführer erwarten von ihren Mitgliedern häufig, daü sie den Kontakt zu den Freunden und zur Familie abbrechen.

Frau Dr. Wüttke: Das stimmt. Der Grund hierfür ist einfach: Je stärker die Mitglieder im Bann der Sekte stehen, desto weniger anfällig sind sie für die Vorwürfe, Sorgen und Ängste der Familie. Desto williger sind sie bereit, zu tun, was der Sektenführer predigt.

Der Sektenbeauftragte Pfarrer Thomas Mück: Junge Leute sind in dieser Beziehung leicht manipulierbar. Die Sehnsucht nach einem Idol wird hier durch den Sektenführer erfüllt. Von den Jugendlichen wird als ganz normal angesehen, daü dieser bedingungslosen Gehorsam verlangt.

Anne W.: Das stimmt alles nicht. Jetzt fühle ich mich sehr glücklich. Vorher quälten mich Todesgedanken. Hier kann ich mein Herz ausschütten. Vertrauen ist doch die Basis für die Hilfe. Endlich nahm mich jemand bei der Hand, half mir.

Katrin B.: Denkst du nicht, daü das der gröüte Irrtum deines Lebens ist?

Anne W.: Ich bin doch kein willenloses Opfer!

Der Sektenbeauftragte Pfarrer Thomas Mück: Fast immer locken Sek ten mit dem Ver- sprechen eines besseren, glücklicheren Lebens. Man soll sich aber davon nicht täuschen lassen.

Redakteurin: Ja, fast immer geht's ums Geld. Die Sektenangehörigen verkaufen oft alles, was sie an irdischen Gütern besitzen: Wohnung, Möbel. Sie lösen ihr Sparkonto auf und geben der Sekte ihr ganzes Geld.

Anne W.: Erst dann, wenn du dich von allen irdischen Gütern getrennt hast, kannst du wirklich glücklich sein. Nur dann bist du frei.

Katrin B.: Frei sein, aber von einer Sekte! Meine Freundin ist schon frei. Aber es gelingt nur wenigen! Bei ihr meldeten sich die Sektenführer zum Glück nie wieder. Aber das ist nicht immer so. Es gibt genügend Opfer, die gnadenlos verfolgt werden. Sie müssen untertauchen, um Ruhe zu finden.

Frau Dr. Wüttke: Ein Trost am Rande. Manchmal gehen solche Phasen, in denen Jugendliche sich Sekten oder okkulten Gruppen anschlieüen, ganz einfach vorbei wie Masern und die Pubertät. Jugendliche sind doch neugierig und wollen häufig einfach nur etwas Neues ausprobieren.

Redakteurin: Dann löst sich das Problem auch von ganz allein. Ich danke Ihnen für das Gespräch.

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